Ein Leben in Lubeck 1935-2021

Annemarie, die Schwester meiner Mutter, hatte einen kleinen Garten recht nah am West-Ufer der Wakenitz. Eine kleine Hu¨tte hatte eine Ku¨che, Wohnzimmer, und Esszimmer alles in einem Raum. Das Wasser kam von einer Handpumpe draussen im Garten. Im Sommer lebte sie dort mit meinem Onkel Fritz, meinem Cousin Olaf, und meiner Cusine Petra etwa 2.5 km von ihrer Wohnung in der Paradiesgarten Strasse. Bei Besuchen im Sommer waren wir Kinder meist draussen um auch durch die umliegenden Naturschutzgebiete zu stromern. Dies sind meine ersten Erinnerungen an eine grossartige, selbstlose, und elegante Frau: Annemarie Gu¨smer starb vor 2 Wochen in Lu¨beck 86 Jahre nach ihrer Geburt.

Familien Photo vom 7. Mai 1960. Von links nach rechts: meinem Vater Lothar Mu¨nchow, meiner Mutter Christa Nagewitz, meine Tante Annemarie Gu¨smer, meine Grosseltern Luise und Hans Nagewitz, und mein Onkel Fritz Gu¨smer.

Meine Grossmutter Luise Nagewitz gebar Annemarie als drittes von fu¨nf Kindern am 20. Ma¨rz 1935 in Lu¨beck. Annemarie’s 4-ja¨hrige Schwester Ingrid starb 4 Wochen vor ihrer Geburt. Dies war ein schwerer Anfang sowohl fu¨r die Eltern Luise und Hans als auch fu¨r das neugeborene Kind. Meine Mutter Christa folgte 1936, ein kleiner Bruder 1937, und der Zweite Weltkrieg begann 1939. Annemarie war 4 Jahre jung als Deutsche und Russische Armeen Polen angriffen, 9 Jahre als ihr grosser Bruder der Deutschen Wehrmacht bei-getreten wurde, und 10 Jahre alt als die Britisch Armee Lu¨beck von den Nazis befreite.

Die Feuerstu¨rme und Bomben des Luftangriffes am Palmsonntag 1942 brannten sich fru¨h in die Errinnerungen der zwei kleinen Ma¨dchen Anne (7) und Christa (5) ein. Anders als meine Mutter, welche bis heute jeden Donner, jeden Blitz, und jedes Feuer fu¨rchtet ohne richtig zu wissen warum, hat meine Tante Anne perso¨nliche Gefuehle, erlebte Geschichte, und gewu¨nschte Politik analytisch bedacht, gelesen, und ensprechend gewa¨hlt und gehandelt. Sehr fru¨h hat sie Verantwortung in der Familie u¨bernehmen mu¨ssen, was nicht immer ihrer eigenen Bildung half, obwohl sie bei weitem die Klu¨gste in der Familie war.

Sie graduierte 1949 von der Volksschule gleichzeitig mit der Gru¨ndung der Bundesrepublik Deutschland. Das war ein unglu¨ckliches Jahr, in dem sie keinen Ausbildungsplatz fand, da die Arbeitslosigkeit in Lu¨beck 1949 bei 28.7% lag. Etwa 300 junge Frauen aus Lu¨beck und Schleswig-Holstein wanderten dieses Jahr nach Island aus, weil dort Frauenmangel herrschte. So begann Annemarie, 15 Jahren jung, in einer Fabrik zu arbeiten und teilte sich auch weiterhin ein Zimmer mit ihrer kleinen Schwester bei den Eltern erst in der Stitenstrasse und ab 1951 am Buniamshof, wo ihr Vater der Platzwart war. Zusammen sind wir dort in 2018 und 2019 auch am Kra¨henteich und in der Altstadt spazieren gegangen um spa¨ter im “Kartoffelspeicher” und bei “Schlumacher’s” zusammen zu Feiern und zu Essen.

Ein Jahr spa¨ter lernte sie als junge 17-ja¨hrige Frau den gelernten Schlosser Fritz Gu¨smer kennen: sie verlobten sich 2.5 Jahre spa¨ter und heirateten 1957. Das junge Ehepaar wohnte immer noch bei den Eltern, da Wohnraum und Geld in Lu¨beck auch 12 Jahre nach Kriegsende immer noch knapp war. Meine Mutter zog eine Woche nach der Hochzeit in die Schweiz, so dass Annemarie und ihr Ehemann ein eigenes Zimmer hatten. Nach zwei Jahren gebar sie Olaf 1959. Jetzt fand die junge Familie auch ihre erste Miet-Wohnung, bekam den Schrebergarten an der Wagnitz, und am 6. Januar 1962 gebar Annemarie Tochter Petra. Hier ist Annemarie’s Schrebergarten im Sommer 1962, wo ihr Vater einen seiner Enkel schaukelt:

Kleinkind in Annemarie’s Schrebergarten an der Waknitz etwa 1962 mit Grossvater.

Sowohl Olaf (1959), Petra (1962), als auch ich (1961) und meine zwei Geschwister Burkhard (1963) und Christina (1964) sind alle in Lu¨beck geboren. Meine Mutter bestand darauf, dass ihre Kinder nicht an ihrem Wohnort in Leck, Nordfriesland hinter dem Deich der Nordsee auf die Welt kommen; nein, Christa entschied, dass ihre Kinder in der grossen Stadt mit der Unterstu¨tzung ihrer Schwester Annemarie zur Welt kamen. Annemarie sorgte sich auch um ihre etwa 18 Monate junge Nichte Christina fu¨r 2-3 Wochen, damit ihre Schwester Christa mit Mann und So¨hnen in einen Urlaub fahren konnten. Hier ist Annemarie’s Tochter Petra bei uns in Nordfriesland 1965 zu Besuch. Das war der Kinder-Tisch separat von dem Erwachsenen-Tisch.

Cuties at the kids table From left to right: Burkhard, Andreas, cousin Petra and baby Christina. Photo taken on Wikinger Str. in Leck, Germany early 1965. This photo taken from the slide projected on the wall.
Burkhard, Andreas, Cousine Petra, und Christina in Leck, Nordfriesland, Wikinger Str. 46 Anfang 1965.

Und so ging es auch die na¨chsten 15 Jahre weiter. Wir Mu¨nchow’s aus Nordfriesland oder Hessen waren jedes Jahr bestimmt 3-4 mal auch bei Tante Anne zu Besuch. Zusammen verbrachten wir Kinder viel Zeit miteinander und hatten nicht una¨hnliche Probleme als Teenager mit Eltern, Musik, Sex, Drogen, Schule, und dem allgemeinen Zustand von Gesellschaft und Politik. Das hatte allerdings auch Vorteile, da wir Kinder uns bestens gegen unsere Eltern unterstu¨tzten. Diese erschienen uns sehr alt, konservativ, langweilig, und von Musik hatten die wirklich keine Ahnung. [Die Ironie hier ist, dass wir “Teenager” heute 10 Jahre a¨lter sind, als unser Eltern es in den spa¨ten 70er waren.]

Petra Gu¨smer (Tochter von Annemarie) und Burkhard Mu¨nchow (Sohn von Christa) in Walldorf, Hessen, etwa 1978.

Tante Anne sagte selten etwas – stille Wasser sind tief – aber wenn wir als rebellische Teenager zu weit gingen, dann bescha¨mte sie uns mit ihrer Ruhe und Toleranz, mit ihrer Logik und Wissen, und ganz besonders mit weisem Humor, welcher uns zum Lachen brachte. Da wir ihr oft vertrauten, folgten wir dann gerne ihrem Rat. Keiner in unser Familie besass Annemarie’s Emphatie und Einfu¨hlung fu¨r junge Leute. Sie war nicht nur der “Bu¨cherwurm” in unserer Familie sondern auch die “Weisheit” und der “gesunde Menschenverstand.” Aber sie war immer im Hintergrund, immer leise, immer am Arbeiten, und hat sich immer selbstlos um das Wohl anderer geku¨mmert. Diese Selbstlosigkeit kam dann spa¨ter auch ihren Enkelkinder Christoph (1982), Maya (1984), und Titus (1990) in grossem Masse zu Gute.

Etwa 4 Jahre nach der Geburt von Titus reiste Annemarie ohne Ehemann, Kinder, oder Enkelkinder aber mit meinen Eltern fu¨r 3-4 Wochen in die USA. Der Flug 1994 von Hamburg nach Denver in Colorado war wohl ihr erster. Sie besuchte ihre Nichte Christina, welche dort mit ihrer jungen Familie lebte. In einem Miet-Auto fuhren sie dann ganz “langsam” durch die Rocky Mountains und die Wu¨sten von New Mexico, Utah, and Arizona, um mich am Pazifischen Ozean in San Diego, Kalifornien zu besuchen. Das sind fast 2000 km. Diese Reise wurde sowohl von ihren Tochter Petra von Lu¨beck aus, als auch von meiner Schwester Christina und mir u¨ber einen Zeitraum von etwa 2 Jahren vorbereitet. Hier ist ein Photo, wo sie bei meiner Schwester in Boulder, Colorado ankommt:

Annemarie Gu¨smer (rechts) mit ihrer Nichte Christina Parsons, Schwager Lothar und Schwester Christa (links) in Colorado 1994.

Die Drei fuhren dann auf der Ku¨stenstrasse dem Pazifischen Ozean entlang nach San Francisco, gingen dort 2-3 Tage spazieren, essen, und trinken, und fuhren dann die 2000 km zuru¨ck nach Denver in einer no¨rdlichen Route. In den na¨chsten 20 Jahren habe ich dann den Kontakt nach Deutschland fast verloren: meine Grosseltern starben, es wurde geheiratet, Kinder wurden geboren oder adoptiert, Ehen wurden geschieden, neue Partnerschaften wurden gegru¨ndet, und aus Kindern wurden Erwachsene sowohl in Deutschland als auch in den USA.

Im Sommer 2015 lebte Tante Anne mit ihrem Ehemann bei ihrer Tochter Petra, Schwiegersohn Stefan, und deren Familie. Dort besuchte ich Annemarie und Petra an einem Samstag Nachmittag auf einem Arbeitsweg von den USA nach Schweden. Warum Petra auf der Wiese hinter dem Haus mit 4-5 Mo¨psen in einem Camper lebte, war mir nicht so ganz klar, aber Petra und ich haben gemein, dass wir uns oft etwas exentrische verhalten und uns meist spontan entscheiden was manchmal chaotische Konsquenzen hat. Meine Mutter hat diese Erbmasse auch, Annemarie allerdings nicht. Dafu¨r hat Annemarie aber die no¨tige Gedult, Ruhe, und Empathie um dieses andere Leben zu tolerieren. Hier ist Tante Anne mit Onkel Fritz und auch Petra etwa 2015 in ihrem Garten.

Ganz besonders mein in Deutschland verbliebener Bruder Burkhard hat immer den Kontakt zu Tante Anne und Onkel Fritz, ihren Kindern Olaf und Petra, und auch Enkelkindern Maya und Titus u¨ber all die Jahrzehnte behalten. Burkhard erza¨hlte mir von traurigen Beerdigungen, frohen Hochzeiten, und einsichtigen Geschichten von Annemarie und Fritz. Diese kurzen Einblicke, welche Annemarie Burkhard und spa¨ter auch mir im Privatem erkla¨rte, warfen neues Licht auf alter Ereignisse und Perso¨nlichkeiten in unserer Familie. Stille Wasser sind tief – und Annemarie’s Beobachtungen, Erinnerungen, und Analysen waren scharf und trafen wunde Punkte ohne zu verletzen.

Burkhard gab mir diese Bilder von Annemarie, Petra, und Fritz an der Ostsee, in Hameln, in Neustadt, in Kiel, und auch auf der Burg Runkel an der Lahn wo Tante Anne und Petra ihn und seine Frau Carina 2016 besuchten:

Meine Wissenschaft und Ozeanographie Forschungsreisen brachten mich jetzt jedes Jahr zur “Durchreise” nach Deutschland. Gerne flog ich u¨ber Kopenhagen nach Europa und dann per Zug und Ostsee-Fa¨hre nach Lu¨beck um sowohl meine Eltern als auch Tante Anne zu besuchen. Kurz vor Weihnachten 2017 lud ich mich zu Kaffee und Kuchen in ihre Wohnung ein. Hier ihre schnelle Antwort per e-mail:

Annemarie und Fritz Gu¨smer am 23. Dezember 2017 in ihrem Wohnzimmer mit dem Author. [Photo von Dragonfly Leathrum.]

Annemarie ging mit der Zeit und konnte mit digitalen Medien gut umgehen, was in Deutschland fu¨r Frauen u¨ber 80 ungewo¨hnlich ist. Ganz begeistert zeigte sie uns ein grosses Album von der Hochzeit ihrer Enkeltochter Maya auf ihrem iPad. So funktionierte dann auch die Kommunikation mit Dragonfly, welche noch wenig Deutsch sprach, aber von den Familienfotos – wie auch ich – ganz begeistert war. Auch Annemarie’s ju¨ngsten Enkel Titus traf ich ein erstes Mal als erwachsenen Menschen. Als ehemaliger Seemann spricht er ausgezeichnetes Englisch. Am Abend fuhren wir wohl gena¨hrt und gesta¨rkt die 30 Minuten Busfahrt zu unser AirBnB in der Lu¨bschen Altstadt im Malerwinkel zuru¨eck.

Ein Jahr spa¨ter kam Tante Anne uns in diesem AirBnB besuchen, nachdem wir lange in der Altstadt zu Fuss mit meinen Eltern unterwegs waren. Die zwei Schwestern und mein Vater erinnerten sich an vielen Ecken an Ereignisse und Geschichten welche 30 oder 50 oder 70 Jahre zuru¨ck lagen. Schulen, Friseure, Cafe’s, La¨den, Kneipen, Kinos, und auch Gescha¨ften. Annemarie arbeitete viel in der Altstadt im Schuhverkauf bei Salamander und im Kleiderverkauf bei Herder um ihrer Familie auch finanzielle zu unterstu¨tzen. Sie kommentierte in 2018, dass die 300-400 Jahre alten und malerischen (“picturesque”) Ha¨user der Lu¨becker Altstadt nicht immer so schick waren, wie sie es heute sind. Nach dem Wein vor unserem AirBnB hinter dem Dom an der Obertrave sind wir abends noch scho¨n und vornehm Essen gegangen. Das war der letzte Abend, welchen Tante Anne und ich zusammen verbrachten.

Ihr Leben war nicht ganz so lang, wie ich es mir gewu¨nscht ha¨tte. Covid-19 verhinderte den Plan sie letzten Sommer oder Weihnachten noch einmal zu besuchen. Annemarie’s Leben war sicher nicht immer einfach, aber sie hat anderen viel Freude, Mut, Stabilita¨t, Essen, Trinken, und auch viel Liebe gegeben. Sie war und ist fu¨r mich eine Person, welche all Das representiert, was Gut in Deutschland und in meiner Heimat ist und war.

Annemarie is Home.

Never Have I Ever

As my year in Bremerhaven Germany comes to an end, I want to remember some unusual experiences.

Never have I ever lived three blocks from chimpanzees.

My neighbor from the Zoo Am Meer in Bremerhaven. Photo by Dragonfly Leathrum
My neighbor from the Zoo Am Meer in Bremerhaven. Photo by Dragonfly Leathrum

Also, the rest of the zoo, but the chimpanzees have a lookout area above the zoo fence so I see them most days hanging out looking at the human zoo that is Bremerhaven.

Never have I ever lived somewhere that didn’t have air conditioning in the summer or screens on the windows. Oh my God, y’all, so happy there are not a lot of mosquitoes.

In Lubeck during one of 2018's heatwaves. Photo by Andreas Muenchow
In Lubeck during one of 2018’s heatwaves. Photo by Andreas Muenchow

Never have I ever had my haircut by people who didn’t speak my language.

A nice haircut, but not what I was expecting. Ha ha. Selfie by Dragonfly Leathrum
A nice haircut, but not what I was expecting. Ha ha. Selfie by Dragonfly Leathrum

Never have I ever seen artwork from my favorite artist Hundertwasser in person.

Being in the spaces Hundert Wasser created and touching the walls instead of looking at photos in a book was an incredible experience. Vienna Austria. Photo by Dragonfly Leathrum
Being in the spaces Hundertwasser created and touching the walls instead of looking at photos in a book was an incredible experience. Vienna Austria. Photo by Dragonfly Leathrum

Never have I ever eaten smoked eel. It looks horrible, but is actually very good. I’ve also never eaten so many potatoes in my life. Andreas likes to cook and his repertoire is slightly limited.

Christmas food shopping from the farmers and fish market for visiting family. The eel is the black object in the fish box. Photo by Dragonfly Leathrum
Christmas food shopping from the farmer’s and fish markets for visiting family. The eel is the black object in the fish box. Photo by Dragonfly Leathrum

Never have I ever eaten peanut butter flavored Cheetos. Yum, addicted to them. I was introduced in the bar on the research ship which brings me to..

Why do I like these? I really don't know.
Why do I like these? I really don’t know.

Never have I ever seen snow on Labor Day, an iceberg or a glacier. Also,

Never have I ever spent four weeks living on the ocean.

In the Arctic Sea aboard the FS Maria S. Merian. Photo by Dragonfly Leathrum
In the Arctic Sea aboard the FS Maria S. Merian. Photo by Dragonfly Leathrum

Never have I ever consumed so much Pilsner and Riesling. Not in copious amounts, it’s the only type of beer and wine Andreas likes to buy here.

It doesn't get more local that looking at the vineyard through the wine glass. Lunch in front of St. Joseph's Church in Beilstein on the Moselle River. Photo by Dragonfly Leathrum
It doesn’t get more local that looking at the vineyard through the wine glass. Lunch in front of St. Joseph’s Church in Beilstein on the Moselle River. Photo by Dragonfly Leathrum

Never have I ever had this much time to focus on my artwork. I’ve had a few months here and there in my life when I’ve attended workshops or been between jobs, but never a whole year to slow down and focus.

My little studio desk with the portable art supplies. Photo by Dragonfly Leathrum
My little studio desk with the portable art supplies. Photo by Dragonfly Leathrum

Never have I ever exhibited my paintings abroad! Wow, that was cool.

Watercolor and colored pencil works ready to go to the gallery. Photo by Dragonfly Leathrum
Watercolor and colored pencil works ready to go to the gallery. Photo by Dragonfly Leathrum

Never have I ever eaten gooseberry (Stachelbeere) or rhubarb (Rhabarber) pancakes.

Andreas cooks pancakes every Sunday. This is his first rhubarb pancake. Yum! Photo by Dragonfly Leathrum
Andreas cooks pancakes every Sunday. This is his first rhubarb pancake. Yum! Photo by Dragonfly Leathrum

Never have I ever traveled by train so much or been without a car for so long.

Almost home after a long trip by train. Our adventures with German rail have been frustrating at times but I appreciate being able to travel almost anywhere without a car. Photo by Dragonfly Leathrum
Almost home after a long trip by train. Our adventures with German rail have been frustrating at times, but I appreciate being able to travel almost anywhere without a car. Photo by Dragonfly Leathrum

Never have I ever had a “destination wedding” back to my house.

Home in the states for a week to get married. Andreas calculated that we need to plant approximately 50 trees to offset our carbon footprint from that trip. Photo by Glenn Davies
Home in the states for a week to get married. Andreas calculated that we need to plant approximately 50 trees to offset our carbon footprint from that trip. Photo by Glenn Davies

Never have I ever spent hours in an immigration visa office. Thank God Andreas can speak German. I feel really bad for all of the others there who didn’t have a native speaker with them.

Not a bad neighborhood to live in. Bremerhaven, Germany. Photo by Dragonfly Leathrum
Not a bad neighborhood to live in. Bremerhaven, Germany. Photo by Dragonfly Leathrum

All in all, a wonderful experience. I accomplished most of the goals I set for myself and I think Andreas did too. We’re looking forward to visiting again soon.

I think we checked off most of the steps in the book.
I think we checked off most of the steps in the book.

Tschüss Lübeck I’ll miss you the most.

Lubeck Germany. Photo by Dragonfly Leathrum
Lubeck Germany. Photo by Dragonfly Leathrum

Andreas and I were not back in Bremerhaven more than a couple of hours from our last trip when we realized this week’s early July weather was going to be very cool. We decided to take advantage and travel again before the next heat wave. We set out to my favorite city Lübeck to say goodbye to Andreas’ parents and Aunt; our third trip to Lübeck this year. (Last summer 2018) (Christmas 2018)

The town of Lubeck created in marzipan in the window of Niederegger. Photo by Dragonfly Leathrum
The town of Lubeck created in marzipan in the window of Niederegger. Photo by Dragonfly Leathrum

At our favorite Airbnb. Photo by Dragonfly Leathrum
At our favorite Airbnb. Photo by Dragonfly Leathrum

Andreas working in the Airbnb. Photo by Dragonfly Leathrum
Andreas working in the Airbnb. Photo by Dragonfly Leathrum

Wine in the Gang in front of our Airbnb with the old school Lubeck gang. From left to right: Christa, Lothar, Andreas and Annemarie. Photo by Dragonfly Leathrum
Wine in the Gang in front of our Airbnb with the old school Lubeck gang. From left to right: Christa, Lothar, Andreas and Annemarie. Photo by Dragonfly Leathrum

In two days, we visited all of the familiar places. We stayed at our usual Airbnb in the tiny passage or Gang. (I looked up these passages and learned that two scenes from Nosferatu were filmed in Lübeck), we ate at our favorite restaurants and walked around the beautiful, old city. Since we’ve recently become step-grandparents toy stores are newly interesting and as always, time and money were spent in bookstores.

Leaving the Kartoffelkeller restaurant. Photo by Dragonfly Leathrum
Leaving the Kartoffelkeller restaurant. Photo by Dragonfly Leathrum

Dinner at the Alte Zolln where Andreas' grandfather used to drink. The woman with the blue shirt and watch is local and was sitting alone. The other three are visiting Lubeck from Scotland and were seated at her table because seats were available. She immediately asked about their thoughts on Brexit. They replied that they absolutely didn't want to talk about politics. within ten minutes they were talking about politics. Photo by Dragonfly Leathrum
Dinner at the Alte Zolln where Andreas’ grandfather used to drink. The woman with the blue shirt and watch is local and was sitting alone. The other three are visiting Lubeck from Scotland and were seated at her table because seats were available. She immediately asked about their thoughts on Brexit. They replied that they absolutely didn’t want to talk about politics. within ten minutes they were talking about politics. Photo by Dragonfly Leathrum

Bookstore in Lubeck. Photo by Andreas Muenchow
Bookstore in Lubeck. Photo by Andreas Muenchow

Thankfully, Andreas’ parents, Aunt Annemarie and his mother’s friend from school, Sieglinde were able to join us for dinner with just a few days’ notice. It’s always fun to walk around the city with them because they have so many memories of being young there.

Sisters. Photo by Dragonfly Leathrum
Sisters. Photo by Dragonfly Leathrum

Zekelinda and Christa. Photo by Dragonfly Leathrum
Sieglinde and Christa. Photo by Dragonfly Leathrum

Annemarie, Zekelinda and Christa at Schlumachers. Photo by Dragonfly Leathrum
Annemarie, Sieglinde and Christa at Schlumachers. Photo by Dragonfly Leathrum

Our new find was the Europäisches Hansemuseum. The museum site was originally a castle built in 1100, which turned into a Friary, which turned into an almshouse, which turned into a law court and prison which became the museum. Thus.. a really cool collection of buildings with remnants of all of these periods can be viewed.

Andreas in the old court room. Hansemuseum. Photo by Dragonfly Leathrum
Andreas in the old court room. Hansemuseum. Photo by Dragonfly Leathrum

Angels in the architecture from one of the original castle and friary. Hansemuseum. Photo by Dragonfly Leathrum
Angels in the architecture from the original castle and friary. Hansemuseum. Photo by Dragonfly Leathrum

Stained glass from around 1400 that survived the bombings in WWII. Hansemuseum. Photo by Dragonfly Leathrum
Stained glass from around 1400 that survived the bombings in WWII. Hansemuseum. Photo by Dragonfly Leathrum

Just a couple of weeks are left in Andreas’ sabbatical, I hope this cool spell lasts and we can travel a little more.

Walking towards Marienkiche. It was built between 1250-1350 on the highest point of the island. After WWII Andreas' Uncle helped to rebuild the wooden structures of the steeples and his father ran the new telephone wires. Photo by Andreas Muenchow
Walking towards Marienkiche. It was built between 1250-1350 on the highest point of the island. After WWII Andreas’ Uncle helped to rebuild the wooden structures of the steeples and his father ran the new telephone wires. Photo by Andreas Muenchow

 

 

17,000 daily steps to Purgatory and beyond

 

49 in Lubeck   photo by Andreas MuenchowD-fly Lubeck stairs

A blind date over coffee in Newark, Delaware leads to birthday cake in Lübeck Germany 363 days later.

Lübeck is a pretty great place for birthday cake (and dates), let me tell you. I love the town. It’s on an island so I can’t get lost, the architecture is so different and full of history, the people are friendly and I feel very comfortable there.

We left on a Sunday morning and took trains to Bremen, Hamburg, Lübeck and then chose to go a little farther to visit Andreas’ parents in Neustadt. After coffee with Christa and Lothar we returned to Lübeck in time to check into our Airbnb and then found Purgatory (Fegefeuer) Lane which led us to the Dom for a pipe organ concert that Andreas was curious about.

Caught editing photos in the Dom waiting for the organ concert.  photo by Andreas MuenchowIMG_0482The Dom20180729_190307

Our Airbnb was created in an old brewery built in 1290. The “room” we rented turned out to be a small apartment with a little kitchen. Along with our personal space there was a large indoor living room open to all guests and an outdoor garden. Our place was only as wide as our arm span with every convenience and was very clean and comfortable. The only thing missing from this American’s stay was a fan or air-conditioning. A luxury around here saved for grocery stores.

This is our Airbnb. Our room was the open window on the first floor.20180729_173320photo by Andreas Muenchow20180729_173520Andreas climbing the ladder to the tiny sleeping loft.20180729_173626

Northern Germany has been experiencing a heat wave this past week or so. Temperatures have been unusually high in the 90’s and there is no cooling in the houses, shops or restaurants. In Lübeck everyone was outside hoping to catch a breeze of any kind to cool down. Restaurants and cafés had their tables on the sidewalks and streets and people were out very late enjoying the slight drop in temperature after the sun went down.

Newer stained glass in the Dom. The original was lost during WWII.20180729_173219Our street.20180729_173251

My birthday was Monday and Andreas and I had a fun day revolving around food and family. We went out for a light breakfast then later met his parents and his mother’s middle school friend for coffee and cake mid-afternoon. After coffee we all had a nice walk through the city where the older folks, who are all locals, remembered bits of their shared youth 70 years ago walking past different buildings and streets. We gave the grand, short tour of our tiny digs and had drinks in the garden, then Andreas took us to a wonderful restaurant for a fancy birthday dinner. I couldn’t have wished for a better birthday. Actually, that’s not true, it would have been awesome if it was 20 degrees cooler. Ha-ha

Christa and Sieglinde enjoying the garden.Christa and Zekelinda

The next day Andreas and I explored Lübeck some more. There is always something new to find there. Mid-day, after just 13 or 14,000 steps the heat started to get to us and we joined the kids in the public fountain to cool off. Unlike the kids, we kept our clothes on.

Andreas croppedIMG_0508

Yesterday we celebrated the anniversary of our serendipitous meeting with dinner on a tall ship dating from 1919 in Bremerhaven’s old harbor. Here’s to many more steps and cups of coffee together.

The view from the ship’s gangway. 20180802_220542